| Reviews Album "Stormproof" |
| Mannheimer Morgen, 30.01.2009 | Kultur | Georg Spindler | Download as PDF |
| Jazzthetik, 2/2009 | Angela Ballhorn | Download as PDF |
| Jazz Podium, 2/2009 | Volker Doberstein | Download as PDF |
| Die Rheinpfalz, 29.01.2009 | Kultur | Dietrich Wappler | Download as PDF |
| Jazz thing, 77/2009 | Martin Laurentius | Download as PDF |
Frankfurter Rundschau, 31.1.2009 | Tim Gorbauch
Sehnsucht nach neuen WegenJazzpianistin Anke Helfrich startet vom Basislager Tradition souveräne Exkursionen Vorab eine Reverenz an Thelonius Monk. An den kantigen Eigensinn eines der größten Pianisten des Jazz. "Hackensack" ist zunächst direktes Zitat, dann Aneignung. Anke Helfrich holt Monk förmlich von den Rändern in die Mitte, ohne dabei seine Sperrigkeit aus den Augen zu verlieren oder gar zu glätten. Sie denkt ihn umgekehrt nicht radikal weiter, nichts hier franst aus oder sucht die Extreme. Eher schon knüpft Helfrich an Monks Spielsinn an, an seinen Haken schlagenden, zugleich kraftvollen musikalischen Witz. Den "blonden Monk" hat man sie deshalb einmal genannt, das ist natürlich Irrsinn. Und auch Helfrich, die in Namibia aufwuchs, sieht das so: "Natürlich ist Thelonius Monk einer meiner ersten Einflüsse, natürlich inspiriert mich seine Art zu spielen, und natürlich liebe ich seine Stücke. Aber es so zu etikettieren, ist mir persönlich zu reißerisch." Zugleich dienen die ersten vier Minuten von "Hackensack" auch dazu, Virtuosität zu demonstrieren. Ganz nebenbei, nicht aufdringlich. Aber man soll doch auch spüren, dass Anke Helfrich was kann, dass sie auch die Finger hat, um als eines der vielversprechendsten Jazztalente gehandelt zu werden - Gewinnerin der European Jazz Competition, des Hennessy Jazz Search und Trägerin des Jazzpreises der Stadt Worms. Helfrich wird hoch gehandelt in diesen Tagen. "Hackensack" ist das Eröffnungsstück ihrer neuen CD "Stormproof". Es ist Helfrichs erste Veröffentlichung bei Enja, auch das Dokument ihres Aufstiegs in den vergangenen Jahren. Sie lässt gleich Platz für ihre Sidemen, für Henning Sieverts, der rau seinen Bass schabt, und Dejan Terzic, der den Groove zerlegen kann und doch einen klaren Puls behält. Mit Terzic spielt Helfrich seit sieben Jahren zusammen. Sieverts, der auch Cello spielt, ist neu hinzugekommen. Terzic hat ihn vorgeschlagen. Die Vertrautheit der beiden gibt dem Trio eine sichere Grundlage. Wie ohnehin die Musik des Anke Helfrichs Trio sehr souverän ist. Man spürt die Beschäftigung mit der Jazzgeschichte, mit Monk, aber auch mit Bud Powell, Horace Silver, Chick Corea, Les McCann. Helfrich hat viel gehört, in sich aufgesogen, verarbeitet. Die Tradition ist ihr Fundament, eine Art Basislager für all ihre Ausflüge und Exkursionen. "Stormproof", das Titelstück ihrer CD, zeigt die größte Sehnsucht nach neuen Wegen, nach einer Offenheit, die ohne Gerüst und Gewissheiten auskommen möchte. Es ist das schönste Stück der CD. Auch weil der Ausnahmeposaunist Nils Wogram da kongenialer Gast ist. Er wird auf der Trio-Tour Anke Helfrichs, die sie nun quer durch Deutschland führt, allerdings nicht dabei sein. Die Pianistin ist so etwas wie der Headliner einer neuen Jazzkonzertreihe. "Jazz ToDay" versammelt zwei dem zeitgenössischen Jazz gewidmete Sets an einem Abend: "Two artists present today's jazz". Zu hören sind jeweils ein junger deutscher Künstler und ein prominenter ausländischer Act. Und so wird nach Anke Helfrich der französische Ausnahmeschlagzeuger Manu Katché auf der Bühne stehen. Sting und Peter Gabriel zählen ihn zu ihren Lieblingsschlagzeugern. Sein Jazz ist eigensinnig gedacht, hörbar afrikanisch inspiriert und zugleich lustvoll frei. Playground heißt dann auch sein aktuelles Projekt. |
Jazzzeit, 76/2009 | Angela Ballhorn
"Wer an Jazzpianisten aus Deutschland denkt, muss Anke Helfrich unbedingt auf der Liste haben!"Drei CDs in acht Jahren ist in einer schnelllebigen Zeit wenig. Doch mit jedem Silberling konnte man die Entwicklung der Pianistin Anke Helfrich weiter verfolgen. Sehr originell ist die Kompositionsweise der Weinheimerin geworden, auch ihr Spiel hat den akustischen Fingerabdruck, den viele Pianisten noch suchen. Sie ist bei ihren Idolen geerdet und benutzt Monk oder Les McCann als Startblock für ihre eigene musikalische Sprache. Ihnen wie auch der 2008 verstorbenen Legende Johnny Griffin widmet Helfrich Stücke auf "Stormproof". Sturmsicher ist auch das weitere Repertoire des eigentlich klassischen Klavienrios, wären da nicht die spannenden Farben, die den Sound des Flügels, des Kontrabasses und des Schlagzeugs genial erweitern. Melodika, Harmonium, Fender Rhodes, Glockenspiel und das in der Ballade "Sehnsucht" fabelhaft gespielte Cello von Henning Sieverts ergeben eine spannende Mischung, als Gast ist Posaunist Nils Wogram zu hören. Wer an Jazzpianisten aus Deutschland denkt, muss Anke Helfrich unbedingt auf der Liste haben! |
Jazz, 01/2009 | Matthias Schneider
Anke Helfrich - "Stormproof"Anke Helfrich ist eine Ausnahmemusikerin, nicht allein weil sie sich in der männerdominierten Jazzwelt durchgesetzt hat und akzeptiert wird. Es ist insbesondere ihr dynamisches und swingendes Pianospiel, in das sie harmonische und melodische Überraschungen so virtuos einflicht, und dadurch dem Jazz neue Impulse gibt. Auf ihrem dritten Leader-Album "Stormproof" präsentiert die Pianistin neben Interpretationen von Kurt Weill und Thelonious Monk Stücken vornehmlich Eigenkompositionen. Als Hommage an Monk, der ihr facettenreiches Spiel am stärksten geprägt hat, wählte Helfrich sein legendäres "Hackensack" als Eröffnungsstück des Albums aus. Ihr Trio, zu dem der Bassist und Cellist Henning Sieverts sowie der Schlagzeuger Dejan Terzic gehören, verleiht dem Jazzklassiker selbstbewusst und kunstfertig eine neue, ganz persönliche Note. Darüber hinaus ist die Interpretation ein Beleg für Helfrichs Interesse am traditionellen Jazz, befreit vom Original, bisher Verborgen gebliebenes herauszuarbeiten. Der Ausnahmeposaunist Nils Wogram verfolgt einen ähnlichen musikalischen Ansatz, und so unterstützt er das Trio nicht nur bei Livekonzerten, sondern ebenso bei der Einspielung von "Stormproof". Bei dem gleichnamigen sehr frei gehaltenen Titelstück tritt das Trio in einen impulsiven Dialog mit dem Gastsolisten, der offen legt, wie perfekt die Musiker harmonieren und eingespielt sind. Es ist Anke Helfrichs Spielfreude, ihr Experimentieren mit Gegensätzen, das "Stormproof" zu einem sowohl sehr kraftvollen als auch sensiblen, aber vor allem lebendigen und swingenden Jazzalbum macht. |
Martin Schuster
"Den Stürmen des Lebens trotzen"Die deutsche Pianistin Anke Helfrich Falls Sie ihren Namen noch nicht gehört haben, merken Sie ihn sich trotzdem: Anke Helfrich gliedert sich mit "Stormproof", ihrer dritten CD als Leaderin, in die erste Liga des europäischen Jazzpianos ein. Hier einmal die Eckdaten: Anke Helfrich, geboren in Deutschland, teilweise
in Namibia aufgewachsen, erster Klavierunterricht in Weinheim, 1987
Preisträgerin beim "Jugend jazzt"-Landeswettbewerb Baden-Württemberg, später
Studien in Freiburg, Hilversum, Kanada und New York (wo sie u.a. Schülerin
von Kenny Barron und Larry Goldings war). Gründung eines eigenen Trios,
1996: 1. Preis bei der European Jazz Competition, Konzerte in ganz Europa.
2000: Debüt-Album "You'll See", 2006: Nachfolge-Album "Better Times Ahead"
(beide nominiert für den Vierteljahrespreis der deutschen
Schallplattenkritik). 2007: Finalistin der "Mary Lou Williams Competition",
Washington, D.C. Anfang 2009: Veröffentlichung von "Stormproof", große
Deutschland-Tournee gemeinsam mit der Manu Katché Band. Von Hackensack über Montreux nach Dessau Ein rundum gelungenes Album, das Raffinesse mit Spielfreude auf lockerste Art und Weise verbindet. Wenn sich die Zukunft des deutschen Jazz so anhört - dann bitte bald mehr davon! CD-Tipp: Anke Helfrich "Stormproof", Enja Records, Vertrieb: Soulfood |
| Reviews Album "Better Times Ahead" |
| CD Review at OnlineMusicMagazin 06.2006 | Download as PDF |
| CD Review Jazzthetik 06.2006 | Download as PDF |
| CD Review at Kulturspiegel 06.2006 | Download as PDF |
| CD Review at StereoPlay magazine 06.2006 | Download as PDF |
| CD Review at Audio magazine 06.2006 | Download as PDF |
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Die Weltwoche - 08.06.2006 | Kultur - Jazz
Zum Teufel, Wenn Gott es könnte er würde die deutsche Pianistin Anke Helfrich verbieten. Zu viel Schönheit verdirbt den Charakter, wie zu viel Geld und zu viel Talent. Heisst es. Aber das ist erstens ein verbiestert abendländischer Neid auf alles irdische Glück. Oder, älter, die Furcht vor dem Neid der Götter. (Generationen, die im Deutschunterricht noch anderes als Literatursoziologie, Medienkunde und Strukturalismus mitbekommen haben, assoziierten da vor Zeiten subito Schillers «Ring des Polykrates»: «Hier wendet sich der Gast mit Grausen: 'So kann ich hier nicht ferner hausen'» et cetera.) Zweitens ist Anke Helfrich aus Horb am Neckar zwar gottverboten schön und talentiert, was die Protektion durch den Altmeister des subtilsten Postbop-Pianos, Kenny Barron, ebenso erklären mag wie die Bewunderung von Michael Naura, dem brillantesten und unverschämtesten Macho der deutschen Jazzkritik («selten von einem deutschen Pfötchen etwas so Leichtes und Inspiriertes gehört»). Aber die blonde Lady (der auch schon das idiotische Label «der blonde Monk» verpasst wurde eine verwegene Vorstellung) musste kürzlich einiges erleben beziehungsweise überleben. «She paid her dues», wie es im Jazz heisst. Ihre aktuelle CD heisst «Better Times Ahead» der Pressetext spricht von einer «längeren Pause, teilweise durch eine schwere Krankheit erzwungen» (ihr Debüt, «You'll See», liegt sechs Jahre zurück), und wenn sie sich im Booklet nicht, wie so üblich, bei Kollegen, Gurus, den Eltern, Buddha, Produzenten oder dem lieben Gott bedankt, sondern bei drei Ärzten, will sie, dass wir uns dabei etwas denken. Genug: Here she goes again, hears that trumpet blow again, die strahlende Lady ist zurück, und gleich in der prominenten Gesellschaft von Trompeter/Flügelhornist Roy Hargrove (auf einem Teil der Stücke, etwa der vertrackten, eng gesteckten und in freie Weiterungen ausfransenden Eigenkomposition «Der Turm»). Und mit ihrer Rhythmusgruppe, dem Bassisten Martin Gjakonovski aus Mazedonien und dem Drummer Dejan Terzic aus Banja Luka, ein Piano-Trio, das etwas mehr ist als halt noch eine Ausgabe des verbreitetsten Jazz-Standardformats. Mit den ersten Takten von «Movin' In», der ersten ihrer Eigenkompositionen, verbittet sich Frau Helfrich[50] sozusagen alle Blondinenwitze. Unüberhörbar, dass sie, bei allem, auch noch intelligent ist. Anke Helfrich spielt zwar zwei Titel von Monk, ein abschliessendes Solo über «Ask Me Now» und ein schönes «I Mean You» mit Hargrove auf dem Flügelhorn. Sonst aber erinnert ihr grooviges, funkiges Piano eher an Les McCann oder allenfalls Bobby Timmons. Die Lady swingt wie der Teufel (wie schön, es scheint wieder erlaubt). Aber sie kann auch anders und ziseliert eine der schönsten Balladen der ganzen Standards-Literatur, Kurt Weills «My Ship» aus dem Broadway-Musical «Lady In The Dark», so subtil in die Tastatur, als wär's ein Stück St. Galler-Spitzenklöppelei. Oder eins von Debussy. Anke Helfrich erfindet nicht den Jazz neu. Sie kratzt sich nicht mit der rechten Hand am linken Ohr oder tüftelt ums Verrecken nie gehörte Licks und Gimmicks aus. Aber was ihr zu bekannten Vorlagen einfällt, vor allem was sie schreibt, ist frisch, entspannt und einfallsreich. «Sie ist eine wirklich begabte und sensible Pianistin», sagt ihr Partner Hargrove, als müsste er sich gegen den Vorwurf verteidigen, ihrer Erscheinung erlegen zu sein und nicht ihrer Musik. Unter den mittlerweile auch etwas in die Jahre gekommenen «Young Lyons» ist Hargrove eine der kreativen Figuren, einer, der die Vorbilder Clifford Brown, Kenny Dorham, Freddie Hubbard et cetera nicht nachbuchstabiert, sondern in ihrem Geist seine eigene Musik spielt. Um eine alte Formel mal wieder aus dem Sack zu ziehen: Wie Anke Helfrich übrigens auch, erzählt er in einer fertig erfundenen, über Jahrzehnte tradierten Sprache neue Geschichten. Das ergänzt sich wunderbar. Postbop als lingua franca, als lockere Demonstration, dass nicht gleich die Erde wackeln muss, damit etwas Originelles entsteht, oder auch nur etwas auf nicht banale Art Unterhaltendes. Dass auch im Jazz der Teufel (oder der liebe Gott) im Detail hockt. Spannung entsteht mitunter, lehrt uns diese CD, aus kleinen Bewegungen, nicht nur aus grossen Brüchen. (Manchmal, dies nebenbei, altern scheinbar grosse Erfindungen schneller als kreative Fortschreibungen eines überkommenen oder übernommenen Idioms.) Charakter wird der schönen Anke Helfrich niemand absprechen wollen. |
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CD-Tipp zum Konzert Kraftvoll und schön Anke Helfrich Trio feat. Roy Hargrove: Better Times Ahead (challenge/double moon) Zweifelsfrei: Bessere Zeiten werden kommen! Nach dieser CD auf jeden Fall. Schon der erste Titel "Movin' In" ist voller Kraft und Schönheit. Im besten New-Bop-Stil geht es eine knappe Stunde nur um die Sache selbst. Betörend, wie Anke Helfrich das Stück My Ship (K.Weill/I. Gershwin) aus dem Broadway-Musivcal "Lady In The Dark" angeht. Hier wird gesegelt, gekurvt und alle Wellenberge mit Bravour genommen. Ein furioses Feuerwerk in fantasievollster freier Stilistik ist "Der Turm". Hier kracht es im Gebälk und Dejan Terzic zeigt sich als Meister der kalkulierten Dynamik. Durchdacht und gefühlvoll die Ballade "Thanks For Being Here" und voller Hoffnung, hymnisch und vielschichtig (wie kann es anders sein) "Better Times Ahead". Sensationell! (Matthias Creutziger, Scala 05/06) |
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Anke Helfrich Trio feat. Roy Hargrove Better Times Ahead Wenn Anke Helfrich in die Tasten greift, dann weiß der Jazzfan, was ihn erwartet: eine ungeheuer swingende Musik mit zeitgenössischen Einsprengseln, ein Jazz, der reine Freude bereitet. Und so beginnt die neue CD mit „Movin´In“, einem Thema im 5/4-Takt, das den Trio-Mitgliedern reichlich Raum für solistische Vorstellungen bietet. Das balladeske „My Ship“ aus der Feder von Kurt Weill und Ira Gershwin leitet die Pianistin mit einem verträumt klingenden Solo ein,bevor nach einer kurzen Überleitung Bassist Martin Gjakonovski und Drummer Dejan Terzic mit leichtfüßigem Latin-Touch hinzukommen. In starkem Kontrast dazu steht „Der Turm“, eine Helfrich-Komposition, in der der Trompeter Roy Hargrove über einer pulsierenden Basis aus Piano, Bass und Drums sowie im Duo mit Helfrich ein sich aus Hardbop entwickelndes ekstatisches Free-Solo bläst. Stakkati im Up-Tempo vor einer kurzen Beruhigung und der Rückkehr zum Thema. Dass das Trio mit Hargrove - dieses Mal mit Flügelhorn - auch in leisen und melodischen Kompositionen als homogener Klangkörper bestehen kann, belegt „Thanks for beeing here“, ein Stück, das cool und sinnlich zugleich, zart und verspielt sowie mit einem harmonisch reizvoll verzierten Bass-Solo und sanftem Spiel auf Trommeln und Becken einlullt. Funky wiederum erklingt das Titel-Stück „Better Times Ahead“ in der Trio-Besetzung. Als expressives Up-Tempo-Stück interpretiert das Quartett Monks „I Mean You“, in dem Anke Helfrich ihrem musikalischen Vorbild Tribut zollt. Mit der anschließenden „Miniatur An-ma.de“, dem fast surrealen Klangfarbenspiel aus Single-Note-Trauben, gestrichenem Bass und rasselnder Percussion belegt die Weinheimer Pianistin ihre Vielseitigkeit, die keine Beliebigkeit ist, sondern stilsichere Bewegung im zeitgenössischen Jazz. Mit ihrem Trio und dem Gast bleibt sie stets der amerikanischen Tradition verbunden, in die sie die europäische Freiheit einbindet. So entsteht eine Musik, die bis zum letzten Ton gefangen nimmt. (Klaus Mümpfer, Jazzpodium 05/06) |
| Reviews Album "You'll See" |
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"Süd-West-Presse" 12.03.2001 Monk und die Folgen ...unterhaltsamer, ja begeisterder Modern Jazz. ...bot sich die Gelegenheit, die Pianistin mit ihrer ganzen Vielseitigkeit kennen zu lernen. ..Gleich mit dem zweiten Stück setzte sie einen musikalischen Höhepunkt mit dem aus ihrer Feder stammenden "Upper Westside"...Auch mit ihrem bluesigen, toll groovenden "You`ll see" oder in ihrer melancholisch angehauchten Ballade "Take care" flocht sie immer wieder Zitate ein, entwickelten sich spannende Dialoge mit dem erstklassischen Bassisten... Ein klassisches Jazztrio schenkte dem begeisterten Publikum noch zwei Zugaben und lässt für die Zukunft hoffen. (W. Häberle) |
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"Süddeutsche Zeitung" 12.03.2001 Ständiger Blickkontakt trotz langer Mähne ..Anke Helfrich geht ungemein neugierig und verspielt auf die klangreichen Argumente ihrer Kollegen ein...So werden Dialoge angestimmt, die sich aus dem Moment ergeben, wird musikalisch "gefachsimpelt" auf höchstem Niveau, werden Musikerwitke getauscht, deren Pointen im Kontext der Musik durchaus verständlich werden... Fazit: Modern arrangierte, populär gestimmte Musik, die einen Bogen zwischen der Frühzeit des Jazz und seiner Beschaffenheit an der Schwelle des dritten Jahrtausends. (H. Steinfurth) |
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"Die Rheinpfalz" 14.03.2001 Gelungenes Konzert des Anke Helfrich Trios Mainstream, von modernen Zügen geprägt, stilistisch eigen, eben Anke Helfrich....Wenn A. Helfrich spielt, dann greift sie stets auf die Komponistin Anke Helfrich zurück.... .... Spätestens hier wird klar, daß sich die Pianistin auch als Entertainerin versteht, die Kontakt zum Publikum hält und die Intentionen der Songs erklärt. (jös) |
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NDR "Die Norddeutsche" 19.03.2001 Das Anke Helfrich Trio überzeugte im Kito Klein, zierlich, dunkler Blazer: Anke Helfrich betritt die Bühne des Kito. Eine apparte Erscheinnung. Und sie kann Klavier spielen! IIm Gepäck das Gesellenstück, ihre erste CD. In New York produziert, wo sie sich schnell in die Herzen der Jazz-Elite gespielt hat: ...Ein perfekter Auftakt, der gleich zu Anfang klarstellt: In Sachen Stil und Spielauffassung steht Tommy Flanagan Pate, groovy und schwarz! ...die Monkstücke bilden Kontraste zu den ruhigen Bluesstücken und gefühlvollen New Orleans-Grooves, von denen gut die Hälfte aus ihrer eigenen Feder stammen. Auch mit ihnen orientiert sich die Pianistin am Modern Jazz, wobei sie eigene Ideen einbindet, ohne zwanghaft Neues zu produzieren. Tradition gepaart mit jugendlicher Frische...Ein Abend so richtig spannend entspannend... (A.-J. Bahr) |
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"Lübecker Nachrichten" 18.03.2001 Zum Auftakt des Jazz-Forum brillierte das Anke Helfrich Trio ...Das Anke Helfrich Trio zeigte dem begeisterten Publikum vor ausverkauftem Haus, was Jazz sein kann: Groovige, tempramentvolle, mitreißende Musik, die keinesfalls ins Museum gehört. Musikalisch hatte sich das spielfreudige Trio ganz der aktuellen Postmoderne verschrieben...Anke Helfrich steuerte Eigenkompositionen bei, die der Virtuosität der drei Musiker eine ideale Plattform boten.Getragen von der Dynamik der gut harmonierenden Rhythmusgruppe, dem Drummer Guido May und dem Bassisten Christian v. Kaphengst, entwickelte sie am Piano ein eindrucksvolles, temporeiches Spiel, das zu ihrer zierlichen Figur auf den ersten Blick gar nicht zu passen scheint. Die kleinen, energischen Hände fliegen über die Tasten, zaubern schnelle, energetische Melodien hervor. ...Anke Helfrichs Spiel erinnert an die dissonanten Klänge eines Thelonious Monk, dem sie allerdings eine weibliche Note verleiht. (S. Goris) |
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"Stormsener Tageblatt" 19.03.2001 Mitreißende Eigenkompositionen Mit rasanten Läufen und groovigem Sound begann am Freitagabend das Konzert im Rathaussaal. ..Das Publikum kam aus gutem Grund, war doch für das erste Konzert der Jazzsaisson mit dem Trio um die Pianistin Anke Helfrich eine Newcomer-Band zu Gast, die in den vergangenen Monaten einen Senkrechtstart in der deutschen Jazzszene hinlegte. ..Völlig unverkrampft, ein wenig über dem Boden des musikalisch-technisch Machbaren schwebend, swingeten sie sich durch eine Mischung aus mitreißenden Eigenkompositionen und brillant arrangierten Standards. Trotz Bebop-bedingtem Tempo klang das Piano von Anke Helfrich immer relaxt, aber vor Spannung vibrierend. (F. Sablowski) |
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"Mannheimer Morgen" 06.08.2001 Bluesklänge und filigrane Feinheiten begeistern die Fans Trotz strömenden Regens bejubeln die "Jazz im Quadrat"-Besucher den Auftritt der Weinheimer Pianistin Anke Helfrich (Von unserem Redaktionsmitglied Georg Spindler) Die Kunst des Piano-Trios ist eines der Herzstücke des Jazz: Klavier, Bass und Schlagzeug bilden als Rhythmusgruppe die Keimzelle fast aller swingender Klangkörper. Als eigenständige Disziplin stellt das Musizieren in der Dreier-Formation aber nicht das leicht verdaulichste Genre dar - denn oft passieren hier die entscheidenden Ereignisse unter der Oberfläche des Konventionellen, scheinbar Unspektakulären: in subtilen Zwiegesprächen, dezenten Andeutungen und dynamischen Feinheiten. Trotz dieses Anspruchs hatte das Trio der Pianistin Anke Helfrich am Wochenende bei seinem Auftritt bei "Jazz im Quadrat" im proppevollen Innenhof des "MM"-Pressehauses in R 1 keine Mühe, das Publikum zu begeistern. Selbst strömender Regen und klatschnasse Kleidung hielt die Besucher nicht davon ab, die Darbietung der Weinheimerin zu bejubeln, die derzeit bundesweit die Kritiker-Riege in ihren Bann schlägt. "Diese Musik ist einfach viel zu intensiv, da kann man nicht weghören", kommentierte Bassist Christian von Kaphengst. Er komplettierte bei dem von der Eichbaum-Brauerei gesponserten Konzert zusammen mit dem fabelhaften Trommler Guido May eine hochkarätige Formation, bei der nicht nur die Band-Leiterin mehrmals Beifall auf offener Szene erntete. Die Musik des Trios klingt durch und durch amerikanisch: Vom ersten Moment an, als die Band mit Gershwins Klassiker "It Ain't Necessarily So" beginnt, ist sie erfüllt von schwarzem Funk-Gefühl und einer rhythmischen Lockerheit, die man nur mit dem US-Ausdruck "relaxed" beschreiben kann. Vor allem Anke Helfrich bringt diese Qualitäten ins Spiel: mit zerrenden Blues-Tremoli, lässigen, knapp hinter dem Beat hängenden Kurz-Phrasen und schummrigen Gospel-Harmonien, in denen Schmerz und Wohlgefühl jene zwiespältige Einheit aus leidvoller Erfahrung und optimistischer Hoffnung bilden, die so typisch ist für die afro-amerikanische Musik. Passenderweise tragen Helfrichs Eigenkompositionen zuversichtliche Titel wie "Better Times Ahead" oder "You'll See". Auf der anderen Seite beschwört die Frau mit der hüftlangen blonden Mähne alte Bebop-Herrlichkeit: Ihre Improvisations-Linien lässt sie, etwa bei der Interpretation des Thelonius-Monk-Stückes "I Mean You", in dissonanten Schräglagen ausklingen. Oder sie fügt in den schwebend balladesken Einleitungen einiger Titel Melodie-Bruchstücke und Akkord-Brocken zu schroffen, bizarren Klang-Puzzles zusammen, wie sie in der Ära von Monk, Bud Powell oder Herbie Nichols beliebt waren. Mal eingängig, mal anspruchsvoll - diese Mischung kommt an bei den Zuhörern, unter denen sich viele Musiker wie Wolfgang Lauth, Jochen Brauer oder Christian Eckert befinden. Auch Stadträtin Helen Heberer ist dabei, sie findet den Auftritt "sehr einfühlsam und entspannend, genau das Richtige, um in Urlaubsstimmung zu kommen". Ihr Begleiter Ottmar Konrad bringt das Ganze auf den Punkt: "Die drei auf der Bühne sind so gut, dass sie ganz unaufgeregt wirken." Und Manfred Hörr aus Hemsbach, früher selbst Veranstalter von Jazz-Konzerten, ist ganz aus dem Häuschen: "Anke Helfrich hat genau dieselbe Klasse wie früher der Dottler. Von der wird man noch viel hören." © Mannheimer Morgen – 06.08.2001 |